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§34a Sachkundeprüfung: Ablauf, Inhalte und wie du sicher bestehst
Erfahre alles zu Ablauf, Inhalten und Kosten der IHK-Sachkundeprüfung nach §34a GewO sowie zu AZAV-geförderter Vorbereitung für deinen Erfolg.

§34a Sachkundeprüfung: Ablauf, Inhalte und wie du sicher bestehst
Erfahre alles zu Ablauf, Inhalten und Kosten der IHK-Sachkundeprüfung nach §34a GewO sowie zu AZAV-geförderter Vorbereitung für deinen Erfolg.

Rechtliche Grundlagen: Wann ist die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO Pflicht?
Der Gesetzgeber in Deutschland stellt hohe Anforderungen an das Personal im Bewachungsgewerbe. Wer gewerbsmäßig das Leben oder Eigentum fremder Personen schützen will, bedarf grundsätzlich einer behördlichen Erlaubnis. Während für einfache Bewachungsaufgaben oft eine reine Unterrichtung ausreicht, schreibt die Gewerbeordnung für besonders sensible Einsatzbereiche zwingend die erfolgreiche Sachkundeprüfung vor der Industrie- und Handelskammer vor. Diese strenge gesetzliche Regelung soll gewährleisten, dass Sicherheitskräfte in konfliktreichen Situationen stets rechtssicher, besonnen und professionell agieren. Für angehende Sicherheitskräfte sowie für Bildungsträger ist das genaue Verständnis dieser Pflichtgrenzen die wichtigste Voraussetzung für eine gesetzeskonforme Beschäftigung und Ausbildung.
Die klassischen Pflichtbereiche für die IHK-Sachkundeprüfung
Die Sachkundeprüfung ist immer dann unverzichtbar, wenn die angestrebte Tätigkeit mit einem erhöhten Konfliktpotenzial oder dem direkten Kontakt zu einer unbestimmten Öffentlichkeit verbunden ist. Private Sicherheitskräfte ohne diesen qualifizierten Nachweis dürfen in diesen spezifischen Bereichen rechtlich nicht eingesetzt werden. Arbeitgeber und Angestellte riskieren bei Verstößen gegen diese Vorgaben empfindliche Bußgelder sowie den Entzug der Gewerbeerlaubnis. Zu den klassischen Pflichtbereichen gehören insbesondere die folgenden Tätigkeiten:
- Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, wie es beispielsweise bei Citystreifen, Streifendiensten auf Bahnhöfen oder in großen Einkaufszentren der Fall ist[1]
- Schutz vor Ladendieben durch den aktiven Einsatz als Kaufhausdetektiv oder Ladendetektiv[1]
- Bewachung im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken und ähnlichen Vergnügungsstätten, was die klassischen Aufgaben von Türstehern umfasst[1]
Die gesetzliche Verschärfung seit Dezember 2016
Mit einer umfassenden Reform der bewachungsrechtlichen Vorschriften im Dezember 2016 hat der Gesetzgeber die Hürden für sensible Tätigkeitsbereiche nochmals angehoben. Seit diesem Stichtag ist die Sachkundeprüfung auch für leitende Positionen bei der Bewachung von staatlichen Unterbringungen für Asylsuchende und Flüchtlinge gesetzlich vorgeschrieben[1]. Gleiches gilt für Personen in leitender Funktion bei der Bewachung von zugangsgeschützten Großveranstaltungen. Zudem müssen seither auch alle selbstständigen Gewerbetreibenden im Bewachungsgewerbe die Sachkundeprüfung zwingend selbst ablegen, um ein Sicherheitsunternehmen führen zu dürfen. Diese gesetzlichen Neuerungen verdeutlichen den gestiegenen Qualitätsanspruch in einer wachsenden Branche.
Für private Kursanbieter und Fachexperten, die als Sicherheits-Bildungsträger agieren, bedeutet diese hohe Nachfrage an Qualifizierungen eine große Verantwortung. Da viele dieser Weiterbildungsmaßnahmen nach AZAV zertifiziert sind, können Teilnehmende ihre Vorbereitung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters vollständig finanzieren. Um die traditionell hohen Durchfallquoten bei den IHK-Prüfungen effektiv zu senken, setzen zukunftsorientierte Bildungsträger auf den digitalen Ausbildungsmanager zur Kursorganisation und stellen ihren Prüflingen den interaktiven Prüfungstrainer für ein zielgerichtetes Lernen zur Verfügung. Diese strukturierte, softwaregestützte Vorbereitung sichert den Ausbildungserfolg und erleichtert den schnellen, rechtssicheren Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Der Ablauf der IHK-Prüfung: Schriftlicher und mündlicher Teil im Detail
Die Sachkundeprüfung nach § 34a der Gewerbeordnung ist eine zweistufige Hürde, die ein tiefgehendes Verständnis rechtlicher und verhaltensbezogener Grundlagen erfordert. Um das offizielle Zertifikat der Industrie- und Handelskammer zu erhalten, müssen Prüflinge sowohl einen schriftlichen als auch einen mündlichen Prüfungsteil erfolgreich absolvieren. Beide Teilprüfungen sind voneinander unabhängig zu bestehen, wobei das Nichtbestehen eines Teils den Misserfolg der gesamten Prüfung nach sich zieht. Für Sicherheits-Bildungsträger und selbstständige Prüflinge in Deutschland ist daher eine präzise Kenntnis des exakten Prüfungsablaufs der erste wichtige Schritt zu einer erfolgreichen Vorbereitung.
Die schriftliche Prüfung: 82 Fragen unter Zeitdruck
Am Vormittag des Prüfungstages startet das Verfahren mit der schriftlichen Teilprüfung. Diese wird bei den meisten Kammern digital am PC oder Tablet durchgeführt und erfordert das Lösen von genau 82 Multiple-Choice-Fragen innerhalb einer strikten Bearbeitungszeit von 120 Minuten[2]. Die Fragen decken unterschiedliche Sachgebiete des Bewachungsrechts ab und sind je nach Komplexität mit einem oder zwei Punkten gewichtet. Um diesen Teil erfolgreich abzuschließen, müssen Kandidaten mindestens 50 Prozent der maximal erreichbaren Punkte erzielen[3]. Mit einer zielgerichteten Vorbereitung über den Prüfungstrainer von Absolveo können Prüflinge diese reale Prüfungssituation unter Zeitdruck realitätsnah simulieren und eventuelle Wissenslücken vorab gezielt schließen.
Die mündliche Prüfung: Praxisnahes Fachwissen im Dialog
Nur wer den schriftlichen Teil erfolgreich gemeistert hat, wird zur mündlichen Prüfung zugelassen. Dieser Teil findet meist am selben Nachmittag oder an darauffolgenden Tagen statt und wird in der Regel in kleinen Gruppen mit mehreren Teilnehmern durchgeführt[4]. Die Prüfungszeit beträgt üblicherweise etwa 15 Minuten pro Kandidat[5]. Der Fokus liegt hierbei auf der praktischen Anwendung des Gelernten, insbesondere in den Bereichen Deeskalationstechniken, Waffenrecht und dem richtigen Verhalten in kritischen Situationen. Auch in der mündlichen Prüfung ist das Erreichen von mindestens 50 Prozent der geforderten Leistung die Voraussetzung für das Bestehen[6].
| Prüfungsteil | Format | Dauer | Bestehensgrenze |
|---|---|---|---|
| Schriftlich | 82 Multiple-Choice-Fragen am PC oder Tablet | 120 Minuten | Mindestens 50 Prozent |
| Mündlich | Gruppen- oder Einzelprüfung vor dem IHK-Ausschuss | Etwa 15 Minuten pro Teilnehmer | Mindestens 50 Prozent |
AZAV-Förderung und moderne Vorbereitung für Bildungsträger
Für viele angehende Sicherheitskräfte sind die Lehrgänge zur Sachkundeprüfung nach § 34a der Gewerbeordnung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zu 100 Prozent förderfähig[7]. Zertifizierte Sicherheits-Bildungsträger, die AZAV-zugelassene Maßnahmen anbieten, stehen dabei vor der Herausforderung, ihre Lernenden optimal auf die hohe Durchfallquote vorzubereiten und gleichzeitig den gesetzlichen Dokumentationspflichten gerecht zu werden. Hier unterstützt Absolveo mit einem integrierten Software-Ökosystem: Während Bildungseinrichtungen über den Ausbildungsmanager den Fortschritt aller Kursteilnehmer digital verwalten und lückenlos nachweisen können, bereiten sich die Lernenden über den Prüfungstrainer gezielt auf die exakten Prüfungsbedingungen der IHK vor.
Die Prüfungsfächer und ihre Gewichtung: Wo sich die Punkte entscheiden
Die Sachkundeprüfung nach Paragraf 34a der Gewerbeordnung ist die formale Eintrittskarte für anspruchsvolle Tätigkeiten im privaten Sicherheitssektor. Viele Prüflinge unterschätzen jedoch die thematische Breite und die ungleiche Punkteverteilung der einzelnen Fächer. Wer sich ohne einen klaren strategischen Fokus vorbereitet, läuft Gefahr, in den stark gewichteten Kernbereichen wertvolle Punkte liegenzulassen und die geforderte Bestehensgrenze zu verfehlen. Für Sicherheits-Bildungsträger ist eine präzise Vermittlung dieser Gewichtungen essenziell, um die Erfolgsquoten ihrer durch einen Bildungsgutschein oder eine AZAV-Zulassung geförderten Teilnehmer nachhaltig zu sichern.
Die rechtlichen Kernbereiche und der Umgang mit Menschen
Die schriftliche Prüfung deckt insgesamt neun Sachgebiete ab, die im bundesweit einheitlichen Rahmenstoffplan des Deutschen Industrie- und Handelskammertages definiert sind. Zu den besonders punktintensiven Fächern gehören das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Umgang mit Menschen. Letzteres ist nicht nur für die schriftliche Auswertung, sondern auch für das Bestehen der anschließenden mündlichen Prüfung von entscheidender Bedeutung. Prüflinge müssen hierbei nachweisen, dass sie in Konfliktsituationen deeskalierend einwirken können und die gesetzlichen Grenzen des eigenen Handelns genau kennen. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch und das Strafrecht bilden ein stabiles Fundament, da sie die tägliche Praxis im Wachdienst durch gesetzliche Befugnisse regeln.
- Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung: Vermittlung staatlicher Befugnisse im Vergleich zu den Rechten privater Sicherheitskräfte.
- Gewerberecht: Rechtliche Grundlagen für den Betrieb eines Sicherheitsunternehmens und die Pflichten der Beschäftigten.
- Bürgerliches Gesetzbuch: Praktische Anwendung von Notwehr, Notstand und Selbsthilferechten im Dienst.
- Straf- und Verfahrensrecht: Wichtige Straftatbestände sowie das Recht zur vorläufigen Festnahme nach der Strafprozessordnung.
- Umgang mit Menschen: Grundlagen der Kommunikation, Deeskalationstechniken und der Umgang mit Frustration.
- Unfallverhütungsvorschriften: Gesetzliche Bestimmungen zur Vermeidung von Unfällen und Gefahren im Dienstalltag.
Das neue Bewertungssystem ab Juli 2025
Eine der bedeutendsten Reformen der letzten Jahre betrifft das Bewertungssystem der schriftlichen Sachkundeprüfung, das ab dem 1. Juli 2025 bundesweit verbindlich in Kraft tritt. Bisher galt bei den Multiple-Choice-Aufgaben das Alles-oder-Nichts-Prinzip: Wurde auch nur eine Teilantwort bei einer Frage mit mehreren Antwortmöglichkeiten falsch markiert, gab es für die gesamte Aufgabe null Punkte. Das neue System sieht eine differenziertere Punktevergabe vor, bei der auch korrekte Teilantworten mit Punkten belohnt werden. Um dieses neue Verfahren auszugleichen und das anspruchsvolle Niveau der Sachkundeprüfung zu wahren, erhöht sich zeitgleich die Anzahl der Prüfungsfragen von 72 auf 82, wodurch die maximal erreichbare Punktzahl von 100 auf 120 steigt.
| Kriterium | Altes Bewertungssystem (bis 30.06.2025) | Neues Bewertungssystem (ab 01.07.2025) |
|---|---|---|
| Anzahl der Prüfungsfragen | 72 Fragen | 82 Fragen |
| Maximale Punktzahl | 100 Punkte | 120 Punkte |
| Mindestpunktzahl zum Bestehen | 50 Punkte | 60 Punkte |
| Vergabe von Teilpunkten | Nicht möglich | Möglich für richtige Teilantworten |
Für Bildungsträger, die geförderte Umschulungen und Vorbereitungskurse anbieten, bedeutet diese Umstellung einen akuten Anpassungsbedarf ihrer Lehr- und Lernmaterialien. Die Integration moderner Softwarelösungen ist hierbei ein entscheidender Hebel. Mit dem Prüfungstrainer von Absolveo können Kursanbieter ihren Lernenden eine Plattform bieten, die das neue Bewertungsschema bereits vollständig abbildet und realitätsnahe Prüfungssimulationen ermöglicht. Zudem lässt sich das Content Studio nutzen, um vorhandene Lehrmaterialien automatisiert in digitale Karteikarten und passgenaue Testfragen umzuwandeln, was den administrativen Aufwand für Ausbilder drastisch reduziert. Dies unterstützt private Kursanbieter und Fachexperten effektiv dabei, die Vorgaben für AZAV-zertifizierte Bildungsangebote zu erfüllen und gleichzeitig die Erfolgsquote ihrer Teilnehmer nachhaltig zu steigern.
Hohe Durchfallquoten überwinden: Warum so viele scheitern und wie man es vermeidet
Die Sachkundeprüfung nach § 34a der Gewerbeordnung gilt im Sicherheitsgewerbe als anspruchsvolle Hürde. Statistiken zeigen eine ernüchternde Realität: Die bundesweite Durchfallquote liegt konstant bei 50 bis 70 Prozent[9]. Das bedeutet, dass im Durchschnitt nur jeder zweite bis dritte Prüfling die schriftliche und mündliche Prüfung im ersten Anlauf erfolgreich absolviert. Für private Bildungsträger und Sicherheits-Akademien ist diese hohe Quote eine erhebliche Herausforderung, da sie den Ausbildungserfolg und die Vermittlungsquoten ihrer geförderten Kursangebote schmälert.
Ein wesentlicher Grund für das häufige Scheitern liegt in der methodischen Fehlplanung. Viele Prüflinge unterschätzen die sprachliche Komplexität der Fragen und das juristische Fachvokabular der neun Prüfungsgebiete. Zudem fehlt es oft an praxisorientierten Übungsmöglichkeiten, die den Ernstfall unter realen Bedingungen abbilden. Ein reines Auswendiglernen von Gesetzestexten reicht nicht aus, um die anspruchsvollen Fallbeispiele der Industrie- und Handelskammer (IHK) erfolgreich zu lösen.
Die typischen Fallstricke bei der Prüfungsvorbereitung
- Unzureichendes Zeitmanagement: Die Prüflinge geraten unter Druck, weil sie die Bearbeitungszeit der Multiple-Choice-Fragen in der schriftlichen Prüfung nicht gewohnt sind.
- Mangelnde Vertrautheit mit IHK-Fragestellungen: Die offizielle Fragestellung weicht oft stark von einfachen Lernbögen ab.
- Vernachlässigung der mündlichen Prüfung: Viele konzentrieren sich ausschließlich auf den schriftlichen Teil und scheitern anschließend im Fachgespräch an praxisnahen Deeskalations- und Rechtsszenarien.
- Fehlende Fortschrittskontrolle: Ohne strukturierte Leistungsauswertung bleibt unklar, in welchen Sachgebieten noch Wissenslücken bestehen.
Mit digitalen Lernplattformen den Ausbildungserfolg sichern
Um diese Hürden zu überwinden, setzen moderne Bildungsträger auf innovative digitale Lösungen. Mit dem Prüfungstrainer von Absolveo können Prüflinge den Ernstfall beliebig oft in einer realitätsnahen Prüfungssimulation durchspielen. Die Software analysiert individuelle Fehlerquellen in Echtzeit und passt den persönlichen Lernplan dynamisch an. Für Kursanbieter und Dozenten wiederum bietet der Ausbildungsmanager eine optimale Möglichkeit, die Fortschritte der Teilnehmenden digital zu begleiten und gezielte Unterstützung anzubieten. Ergänzend können Dozenten mit dem Content Studio eigene Lernmaterialien und spezifische Kontrollfragen erstellen und diese bei Bedarf über den Marktplatz teilen.
Dieser digital gestützte Ansatz ist besonders wertvoll für Bildungsmaßnahmen, die über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters finanziert werden. Da diese Kurse nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert sein müssen, ist die Erfolgsquote ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für staatliche Förderungen. Durch die Kombination aus strukturiertem Präsenzunterricht und modernen digitalen Tools gelingt es Bildungsträgern, die Durchfallquoten drastisch zu senken und ihre Absolventen schnell und zuverlässig in den Arbeitsmarkt zu bringen.
Förderung per Bildungsgutschein: AZAV-zertifizierte Vorbereitung für Bildungsträger
Die Vorbereitung auf die anspruchsvolle Sachkundeprüfung nach § 34a GewO stellt für viele angehende Sicherheitskräfte eine finanzielle Herausforderung dar, da Schulungskosten und Prüfungsgebühren schnell weit über 1.000 Euro betragen können[7]. Umso wichtiger ist die staatliche Förderung: Sowohl die Agentur für Arbeit als auch das Jobcenter können die Kosten für eine entsprechende Qualifizierungsmaßnahme über einen Bildungsgutschein zu 100 Prozent übernehmen[10]. Für private Bildungsträger, Leiter von privaten Kursanbietern und Fachexperten eröffnet sich hierdurch ein attraktiver Markt, sofern ihre Schulungsangebote nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert sind.
Zulassungsvoraussetzungen für geförderte § 34a-Lehrgänge
Um geförderte Bildungsmaßnahmen anbieten und mit den Leistungsträgern abrechnen zu können, müssen Bildungseinrichtungen ein zweistufiges Zertifizierungsverfahren durchlaufen[11]. Neben der allgemeinen Trägerzulassung, bei der die finanzielle und pädagogische Leistungsfähigkeit des Anbieters bewertet wird, ist eine spezifische Maßnahmenzulassung für den jeweiligen § 34a-Vorbereitungskurs erforderlich. Dies setzt eine strukturierte Lehrgangskonzeption voraus, die den aktuellen gesetzlichen Vorschriften entspricht und transparente Kriterien für den Lernerfolg definiert.
- Trägerzertifizierung: Nachweis eines etablierten Qualitätsmanagementsystems zur kontinuierlichen Verbesserung der Ausbildungsqualität[11].
- Maßnahmenzulassung: Nachweis eines detaillierten Lehrplans inklusive fester Unterrichtsstunden für die relevanten Sachgebiete des Bewachungsgewerbes.
- Qualifiziertes Personal: Einsatz von fachlich und pädagogisch geeigneten Dozenten mit nachgewiesener Expertise im Sicherheitsbereich.
- Wirtschaftlichkeit: Nachweis einer angemessenen Kostenstruktur, die sich an den bundesweiten Durchschnittswerten der Agentur für Arbeit orientiert.
Prozessoptimierung im Schulungsalltag mit dem Ausbildungsmanager
Für Bildungsträger bedeutet die Durchführung AZAV-zertifizierter Kurse einen erheblichen bürokratischen Aufwand. Jeder geförderte Teilnehmer muss lückenlos dokumentiert werden, angefangen bei der Anwesenheit über den aktuellen Lernfortschritt bis hin zur Vorbereitung auf die finale IHK-Prüfung. Hier setzt der Ausbildungsmanager an. Die All-in-One-Software ermöglicht es Sicherheits-Schulen, die gesamte Organisation, Verwaltung und Dokumentation ihrer Bildungsmaßnahmen digital abzubilden. Durch die integrierte Teilnehmerverwaltung und Einsatzplanung behalten Ausbilder und Lehrgangsleiter jederzeit den Überblick, reduzieren den administrativen Aufwand und sichern gleichzeitig die Konformität für zukünftige AZAV-Audits.
Ergänzend dazu können Bildungsträger ihren Unterricht durch den Prüfungstrainer digital aufwerten. Diese zielgerichtete Lernoberfläche bietet den Teilnehmern einen individuellen Lernplan sowie realitätsnahe Prüfungssimulationen und digitale Karteikarten. Da die Durchfallquote bei der § 34a-Sachkundeprüfung traditionell sehr hoch ist, hilft diese strukturierte Vorbereitung dabei, die Erfolgsquote der Absolventen signifikant zu steigern. Eine hohe Bestehensquote wiederum stärkt die Reputation des Bildungsträgers und ist ein entscheidendes Kriterium bei der regelmäßigen Überprüfung durch die Zertifizierungsstellen.
Digitale Vorbereitung mit Absolveo: Effizientes Lernen für Prüflinge und Akademien
Die Durchfallquote bei der §34a-Sachkundeprüfung liegt laut Branchenerhebungen im ersten Anlauf oft bei 50 bis 70 Prozent[9]. Diese hohe Quote verdeutlicht, wie anspruchsvoll die schriftlichen und mündlichen Hürden der IHK-Prüfung sind. Für Prüflinge ist eine strukturierte, zeitlich flexible Vorbereitung daher unerlässlich. Gleichzeitig stehen Sicherheits-Bildungsträger unter dem Druck, ihre Teilnehmer effizient durch die Lerninhalte zu führen, um die Zertifizierungsstandards im Rahmen der AZAV-Förderung zu erfüllen.
Der Prüfungstrainer: Personalisiertes Lernen für angehende Sicherheitskräfte
Prüflinge profitieren besonders von dem Tool namens Prüfungstrainer, das eine zielgerichtete und adaptive Lernoberfläche bietet. Die Software ermöglicht es, den individuellen Lernstand präzise zu analysieren und Schwachstellen durch maßgeschneiderte Lerneinheiten gezielt auszugleichen. Durch realitätsnahe Prüfungssimulationen, digitale Karteikarten und detaillierte Fehlerauswertungen bereiten sich die Nutzer exakt auf die Bedingungen der echten Sachkundeprüfung vor. So verliert die Prüfungssituation ihren Schrecken, da der Lernfortschritt jederzeit transparent nachvollziehbar ist.
Content Studio und Marktplatz: Digitale Lösungen für Akademien und Bildungsträger
Für Leiter von privaten Kursanbietern und Fachexperten bietet die Plattform ebenfalls entscheidende Vorteile bei der Verwaltung und Erstellung von Schulungsmaterialien. Mit dem Content Studio können Akademien hochgeladene Fachunterlagen mithilfe von künstlicher Intelligenz automatisiert in interaktive Lernfragen, verständliche Karteikarten und strukturierte Lernpläne umwandeln. Dies spart wertvolle Arbeitszeit bei der Inhaltserstellung und sichert die Aktualität der Lehrmaterialien. Zudem können Bildungsträger über den Marktplatz bereits geprüfte Lernpakete erwerben oder eigene Inhalte veröffentlichen und monetarisieren, was die Kurserstellung massiv beschleunigt.
| Kriterium | Klassische Vorbereitung | Digitale Vorbereitung mit Absolveo |
|---|---|---|
| Lernmethode | Starre Lehrbücher und unstrukturierte Notizen | Personalisierte Lernpfade im Prüfungstrainer |
| Materialerstellung | Manuelles Erstellen von Fragen und Folien | Automatisierte Generierung durch das Content Studio |
| Qualitätssicherung | Mühsame Aktualisierung bei Gesetzesänderungen | Zugriff auf geprüfte, aktuelle Lernpakete im Marktplatz |
| Fortschrittskontrolle | Fehlende Übersicht über den tatsächlichen Wissensstand | Detaillierte Fehlerauswertungen und Echtzeit-Statistiken |
Durch diese Kombination aus moderner E-Learning-Software für Schüler und intelligenten Autoren-Tools für Lehrkräfte gelingt der Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis. Die Integration von digitalen Lernmitteln in AZAV-zertifizierte Vorbereitungskurse steigert nicht nur die Erfolgsquote der Teilnehmer, sondern erhöht auch die Attraktivität der Bildungsträger im wettbewerbsintensiven Sicherheitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Wer braucht die Sachkundeprüfung nach §34a GewO?
Die Sachkundeprüfung ist laut IHK gesetzlich vorgeschrieben für Bewachungsunternehmer sowie Personal in sensiblen Bereichen. Dazu zählen Citystreifen, Kaufhausdetektive und Türsteher bei Diskotheken. Auch für leitende Positionen in Flüchtlingsunterkünften ist der Nachweis seit Dezember 2016 Pflicht.
Wie läuft die §34a-Sachkundeprüfung bei der IHK ab?
Die Prüfung ist zweiteilig aufgebaut. Zuerst absolvieren Sie eine schriftliche Prüfung mit 82 Multiple-Choice-Fragen in 120 Minuten. Nach erfolgreichem Bestehen folgt eine mündliche Einzel- oder Gruppenprüfung von etwa 15 bis 20 Minuten pro Person.
Wie hoch ist die Durchfallquote bei der §34a-Prüfung?
Die durchschnittliche Durchfallquote liegt bundesweit sehr hoch bei etwa bis. Viele Teilnehmende unterschätzen die juristische Fachsprache und die Komplexität der Fragen, weshalb eine strukturierte Vorbereitung unerlässlich ist
Kann man die Sachkundeprüfung über einen Bildungsgutschein finanzieren?
Ja, die Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung kann über einen Bildungsgutschein gefördert werden, sofern der Kurs von einem nach AZAV zertifizierten Bildungsträger angeboten wird. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter übernimmt dann bis zu der Kosten
Ändert sich das Bewertungssystem der IHK-Prüfung ab 2025?
Ja, ab dem 1. Juli 2025 gilt für die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bundesweit ein neues Bewertungssystem. Prüflinge sollten darauf achten, Lernplattformen wie den Prüfungstrainer zu nutzen, die bereits auf diese neuen Bewertungsrichtlinien aktualisiert sind.
Was passiert, wenn man die mündliche Prüfung nicht besteht?
Sollten Sie die mündliche Prüfung nicht bestehen, müssen Sie nur diesen Teil wiederholen, sofern der schriftliche Teil bereits bestanden wurde. Die Wiederholung ist gebührenpflichtig und muss innerhalb einer von der IHK vorgegebenen Frist erfolgen.


